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Entenzüchter drohen FLI mit Anzeige PDF Drucken E-Mail
Wednesday, 8. March 2006

Wissenschaft

Von Gerhard Wisnewski

Die Laufente ist ein friedliches und freundliches Wesen, und vermutlich gilt das auch für ihre Herrchen und Frauchen im Zentralverband der europäischen Laufentenhalter (ZEL). Doch da die Laufenten gut zu Fuß sind und einen großen Auslauf brauchen, können dieselben Herrchen und Frauchen ganz fuchsig werden, wenn sie die Tiere aus windigen Gründen einsperren sollen, wie das nun im Rahmen der Vogelgrippen-Hysterie drohen mag. Und das bekommt jetzt das Friedrich Loeffler-Institut auf der Insel Riems zu spüren, das als das Referenzinstitut zur Identifizierung des Vogelgrippe-Virus H5N1 zur Zeit nicht nur große Medienauftritte hat, sondern vor dessen Haustür seltsamerweise auch reihenweise mit H5N1 infizierte Vögel gefunden wurden. Der Zentralverband der europäischen Laufentenhalter (ZEL) hat dem Institut   jetzt mit einer Strafanzeige wegen einer möglichen Freisetzung des Virus gedroht.



Es begann mit einer Mail, die der ZEL am 21. Februar 2006 an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) schickte. Darin schrieb der ZEL, die Nähe der Funde von toten, H5N1-infizierten Vögeln zum Friedrich Loeffler-Institut, in dem exakt mit diesen Viren experimentiert werde, sei "extrem auffällig". Der ZEL verwies dabei auf einen Bericht von Spiegel Online, wonach H5N1-infizierte Vögel nur in wenigen hundert Metern Entfernung vom FLI gefunden worden seien.

Auffällig sei weiter, daß es sich "um einen Erreger handelt, der nahe verwandt mit einem in der Mongolei und am Quinghai-See in China entdeckten Virus ist (...) Nach eigenen Angaben bewahrt das FLI genau solche Virusisolate aus bestätigten Seuchenfällen auf und hält Referenzvirusstämme vor."

 

"Im Sinne eines Worst-Case-Szenario gehen wir davon aus, dass ein Freisetzen des Virus durch das FLI stattgefunden haben kann. Wir erinnern in diesem Zusammenhang auch an die Historie des FLI: die Insellage wurde wegen der biologischen Risiken für die Bevölkerung gewählt. Unter Bezugnahme auf das Informationsfreiheitsgesetz vom 5. September 2005 verlangen wir die Vorlage belastbarer amtlicher Informationen, die nachweisen, dass ein Freisetzen des Virus durch das FLI sicher ausgeschlossen werden kann, alternativ die Bestätigung, dass tatsächlich Viren freigesetzt wurden."

Angesichts der Tragweite des Verdachts fiel die Antwort des Ministeriums auffallend dünn aus. Ein gewisser Dr. Bätza beschränkte sich auf exakt zwei Sätze. Der erste Satz bestätigte lediglich, was der ZEL bereits festgestellt hatte, nämlich daß "der auf Rügen festgestellte Virusstamm"  zwar verwandt ist "mit denen in Vietnam und China, aber nicht identisch."

Mit diesem "europäischen Stamm", behauptete Dr. Bätza, sei "in dem genannten Institut vor dem ersten Ausbruch auf der Insel Rügen nie gearbeitet worden".

"Leicht zu widerlegen" sei dies, befand der ZEL und konterte mit einer neuen Mail an das Ministerium. Selbstverständlich sei das H5N1/Asia-Virus in seiner europäischen Variante im FLI vorhanden gewesen, insistiert der Verband: "Alle Virusisolate aus bestätigten Seuchenfällen sind dort vorhanden, wie beim FLI nachzulesen ist. Anders wäre auch keine Diagnose der Verwandtschaft des 'europäischen' Virus mit H5N1/Asia möglich gewesen."

"Sollte Ihre zweizeilige Mail tatsächlich die offizielle Antwort des BMELV auf die Anfrage eines besorgten Verbands gewesen sein, ist dies ein Armutszeugnis für Ihr Ministerium. Wir geben hiermit unserer Anfrage nochmals den wohl erforderlichen Nachdruck und verlangen unter Bezugnahme auf § 7 Informationsfreiheitsgesetz vom 5. September 2005 die Vorlage von amtlichen Informationen binnen der vom Gesetz vorgeschriebenen Frist von einem Monat, die wir bereits mit unserem ersten Schreiben vom 21. Februar 2006 in Gang gesetzt sehen."

Bis zum 21. März will der ZEL also Klarheit haben, ob oder ob nicht das H5N1-Virus vom FLI selbst freigesetzt worden sein könnte.

"Wir hoffen, dass es nicht erst zu einer Anzeige gegen das FLI kommen muss, und gegen alle Personen, die in irgendeiner Form Beihilfe, auch zur Verschleierung, geleistet haben."

Den gesamten Schriftwechsel finden Sie hier:

http://www.zel-eu.de/?Vogelgrippe_Aktionen:H5N1_auf_R%FCgen

Weitere Informationen über die possierlichen Enten finden Sie hier:

http://home.a-city.de/bruno.stubenrauch/laufenten/