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Ich wünsche allen Freunden und Lesern schöne Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2018! Vielen Dank für das Interesse und die Unterstützung in 2017! Mögen alle Hoffnungen in Erfüllung gehen und sich alle Befürchtungen nicht bewahrheiten. Ihr Gerhard Wisnewski

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Der Tag, als die Klimakatastrophe noch nicht erfunden war PDF Drucken E-Mail
Friday, 25. January 2008

Wissenschaft

Von Gerhard Wisnewski

Letzte Nacht hatte ich einen schlechten Traum: "Deutschland 1978. Am Morgen des 28. Dezember 1978 liegt die Temperatur in ganz Deutschland bei etwa zehn Grad über Null. Am Nachmittag desselben Tages fallen  die Temperaturen um bis zu 30 Grad Celsius. Der Norden des Landes versinkt binnen weniger Stunden unter einem mehrere Zentimeter dicken Eispanzer - die Folge des gefrierenden Regens. Dann setzt ein 78-stündiger Schneesturm ein. Nichts bewegt sich mehr. Friedhofsruhe. Kinder erfrieren in selbstgebauten Iglus, Erwachsene in ihren Autos, die in Schneewehen stecken bleiben, Helfer werden von Panzern überrollt und das Vieh stirbt massenweise qualvoll, weil kein Wasser, kein Futter mehr da ist und keine Maschine mehr geht. Hunderte Ortschaften bleiben für Tage komplett von der Außenwelt angeschnitten. Die Knopfdruckgesellschaft der Endsiebziger ist über Nacht lahm gelegt. Tiefkühltruhen, Pumpen, elektrisches Licht, Elektroherde, Heizungen - nichts geht mehr. Bundeswehr und Nationale Volksarmee sind im Einsatz."

An dieser Stelle wälzte ich mich unruhig von einer Seite auf die andere. Dann ging es weiter:

"Die Folgen dieser Schneekatastrophe sind verheerend. 17 Todesopfer und Schäden in Höhe von 140 Millionen Mark - das die Bilanz der Katastrophe in der Bundesrepublik. Eine gravierende Folge in der DDR ist, dass die Energieversorgung für zwei Tage komplett zusammenbricht. Der Braunkohleabbau droht einer nach dem anderen stillzustehen. In der DDR gibt es keine offiziellen Zahlen über die entstandenen Schäden.Aber mindestens fünf Menschen sterben auch hier und die ostdeutsche Wirtschaft hat Jahrzehnte an den Folgen des Winters 1978/79 zu tragen."

Puh, dachte ich, wischte mir den Schweiß von der Stirn und schenkte mir noch ein Glas Wein ein. Da begriff ich: Ich lag gar nicht im Bett, sondern saß vor dem Fernseher. Und was ich da wahrnahm, war auch kein Traum,  sondern eine TV-Dokumentation der ARD. Und zwar über eine - wenn nicht die - bis dahin größte Wetterkatastrophe in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich überlegte eine Weile, warum ich dennoch zu träumen geglaubt hatte. Dann hatte ich es: in dem Beitrag fehlte etwas. Aber was? Schließlich fiel es mir ein.  Es war das Wort "Klimakatastrophe".

 

"Ein physikalisches Wunder, das für die Betroffenen zu beiden Seiten der Grenze katastrophale Auswirkungen" hatte? Blödsinn. Katastrophe - na klar. Aber irgendwie kann man damit nichts anfangen, Sie wissen schon was ich meine - keine Politik machen: Den Leuten Angst einjagen und sie kontrollieren, Steuern raufsetzen,  globale Steuerungsinstrumente schaffen. Es ist schon ein Kreuz mit der Natur. Sie ist irgendwie so sinnlos. Aber zum Glück gibts ja beispielsweise den Spiegel. Der setzte solche und ähnliche Geschichten schon 1986 vom Kopf auf die Füße und den Kölner Dom unter Wasser. Damit jeder gleich mal wußte, was es geschlagen hat. 1978 war man halt noch ein bissel naiv. Was sich heute für Schlagzeilen daraus machen ließen - nicht auszudenken. Zum Beispiel anläßlich des letzten UNO-Klimaberichts oder des Orkans Kyrill: "UNO warnt vor dem Klimakollaps" (Europolitan). Oder: "Europa in der Klima-Mangel" (Deutschlandfunk). Auch nicht schlecht: "Klima hat seinen Preis" (Die Welt)  Dazu paßt: "Versicherer wollen Klima-Pflichtversicherung" (Salzburger Nachrichten). Hoppla, jetzt bloß nicht zu denken anfangen. "Horror-Klima". Na bitte - geht doch! "Fliegt uns die Erde um die Ohren?" Das kann man doch noch 'ne Windung anziehen: "Unser Planet stirbt". Na endlich - wir sind gerettet. Von der Bild-Zeitung.

Ein echter Klassiker der Panikmache: Spiegel-Titelbild aus dem Jahr 1986.

Die war zu jener Zeit schlicht noch nicht erfunden. Blöd eigentlich. So nahm man den kapitalen Wintereinbruch einfach als Naturereignis hin. Natur! Geschenkt.