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Drohnen: Von der Killmaschine zum "Brummi" PDF Drucken E-Mail
Friday, 10. February 2006

Terrorismus

Von Gerhard Wisnewski

Schlimmer gehts wohl nicht mehr: Da töten von einer Drohne aus abgeschossene Raketen im November 2002 sechs "Terrorverdächtige" im Jemen, also ohne jeden Schuldbeweis und ohne jedes Gerichtsverfahren. Und da soll im Januar 2006 die CIA mit einer bewaffneten Drohne ein Dorf in Pakistan bombardiert und zahlreiche Menschen getötet haben. Währenddessen verkauft die deutsche Presse die Killmaschinen als lustige Brummer, die unseren Himmel bevölkern werden und sich vor allem um die Umwelt kümmern sollen. Ähnlich, wie einst die gefährlichen Lastwagen auf unseren Straßen zu sympathischen "Brummis" umdefiniert wurden, veröffentlichte die Fernsehzeitschrift Hörzu am 27.1.06 einen großen, bunten Artikel über die schöne, neue Welt der Drohnen.



Offenbar haben die ferngesteuerten Schnüffler und Killer mittlerweile ein gewaltiges Imageproblem. Aber wie schon der Shuttle in eine umweltfreundliche Friedenstaube umgelogen wurde, so versucht man das jetzt mit den ferngelenkten Killmaschinen: "Fünf bis zehn Jahre noch, dann wird es am Himmel gewaltig brummen. Hunderte, wenn nicht Tausende von Mini-Flugzeugen, sogenannten Drohnen, schwirren dann überall in der Welt durch die Luft."

Lustig, wie?  Unter der Überschrift "Faszination Wissenschaft" zählt die Hörzu insgesamt acht bebilderte Einsatz-Beispiele auf, von ferngesteuerten Morden ist dabei nicht die Rede.

Vielmehr können die Drohnen

"Aus großer Höhe Meeresströmungen registrieren, die in flachen Gewässern Sandbänke verlagern und so den Schiffsverkehr behindern

 

Stundenlang weite Strecken über abgelegene Waldgebiete fliegen, dadurch Brände frühzeitig entdecken und bei der Bekämpfung helfen

Meßdaten in der Atmosphäre sammeln, um Informationen darüber zu erhalten, in welchem Ausmaß Passagierjets die Luft verpesten

Großflächig Ozeane und Küstengewässer kontrollieren, um Meeresverschmutzer aufzuspüren und bei Katastrophen Informationen zu liefern

Nach illegalen Einwanderern fahnden. An der Grenze von Arizona zu Mexiko sind seit Sommer 2004 Militärdrohnen im Einsatz

Ständig in einer bestimmten Position kreisen und so vor allem in abgelegenen Gebieten als 'Funkmast' Kommunikation per Handy ermöglichen

Meeresschutzzonen aus der Luft kontrollieren, um illegale Fischerei zu entdecken und die Übeltäter zu registrieren


Unzugängliche Gebiete wie die Antarktis erforschen und riesige Eisberge verfolgen, die mit der Strömung auf Schiffsrouten zutreiben."

Apropos "treiben": treibt einem das nicht die Tränen der Rührung in die Augen? Mir schon. Die groß abgebildete Beispieldrohne sehe ich nur noch wie durch einen Schleier. Aber dennoch: ich sehe sie. Es ist eine Drohne vom Typ Predator, zu deutsch: Jäger. Was macht nun ein solcher Jäger in einer solchen politisch überaus korrekten Umweltschutzgeschichte? Die Frage muß erlaubt sein, denn in Wirklichkeit ist dieser Jäger zum Jagen da, und zwar zur Menschenjagd.

Was die Hörzu denn auch glatt zu erwähnen vergißt, ist, daß man unter diese Drohne Raketen vom Typ Hellfire schrauben kann, um mutmaßliche oder vermeintliche Terroristen zünftig zur Hölle zu schicken. Wenn ich den Artikel also mal um ein paar Bilder ergänzen dürfte: