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Ich wünsche allen Freunden und Lesern schöne Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2018! Vielen Dank für das Interesse und die Unterstützung in 2017! Mögen alle Hoffnungen in Erfüllung gehen und sich alle Befürchtungen nicht bewahrheiten. Ihr Gerhard Wisnewski

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"Flug 93"-Abschrift gefälscht PDF Drucken E-Mail
Thursday, 13. April 2006

Terrorismus

Von Gerhard Wisnewski

Kennen Sie die Hitlertagebücher von Konrad Kujau? Die 1983 die Illustrierte Stern der Lächerlichkeit preisgaben? Fachleute bezeichneten die Fälschung als reichlich plumpes Machwerk. Ich will Ihnen was sagen: das stimmt nicht. Gegen das, was Spiegel Online und andere Medien als Abschrift des Cockpitvoicerecorders von Flug 93 ausgeben, war die Kujau-Fälschung das reinste Meisterwerk.

Sie meinen, ich übertreibe? Mal sehen.

 



Vielleicht hatten Sie schon mal einen Verkehrsunfall mit Ihrem Auto - nur Blechschaden hoffentlich. Falls die Polizei kam, hat sie an Ort und Stelle einen Unfallbericht angefertigt. Und was steht da als erstes drin? Genau:

  1. Ort
  2. Zeit
  3. Datum
  4. Autonummer zur Identifizierung des oder der Fahrzeuge(s)

Und nun sehen wir uns mal an, was Spiegel Online als Abschrift des Cockpitvoicerecorders von Flug 93 aufs Netz gestellt hat:


 

http://www.spiegel.de/pdf/0,5534,12815,00.html


Wie Sie sehen, fehlt hier:

  1. das Datum des Unfalls
  2. die Uhrzeit des Unfalls
  3. der Ort des Unfalls
  4. die Identifizierungsnummer der Maschine (N591UA; denn "Flug 93" ist natürlich keine genaue Bezeichnung für die betroffene Maschine)
  5. das Datum der Abschrift
  6. die Behörde, die die Abschrift angefertigt hat ("Government", also "Regierung" ist eine auffallend ungenaue Quellenangabe; die amerikanische Regierung ist groß)
  7. der Name der/des untersuchenden Beamten
  8. die Unterschrift des/der untersuchenden Beamten

Das heißt also: das Ganze ist ein Mickymaus-Dokument - eine groteske Fälschung. Normalerweise sieht die Abschrift eines Cockpitvoicerecorders in den USA so aus:

Zunächst mal gibt es ein Deckblatt mit der Angabe der ausstellenden Behörde:


http://www.tailstrike.com/121101.pdf


Dann folgt die Headline des Dokuments (in unserem Beispiel American Airlines Flug 587, abgestürzt am 12. November 2001 in Belle Harbor, New York) mit der Flugnummer und der internen Berichtsnummer des NTSB.



Im Fall von Flug 93 lautet diese NTSB-ID  DCA01MA065. Auf der Spiegel Abschrift sucht man diese ID vergeblich. Mit anderen Worten: Die angebliche Anschrift kann weder einem Flugzeug, noch einem Ort, noch einem Datum zugeordnet werden.

Auf der zweiten Seite des echten NTSB-Reports aus unserem Beispiel folgt das Siegel der Behörde, denn schließlich handelt es sich ja um ein amtliches Dokument.



Anschließend wird mitgeteilt, WER die Abschrift angefertigt hat:



Dann folgt eine saubere Angabe, um welchen Unfall es sich eigentlich handelt:



So ists recht: jetzt wissen wir mal genau, worum es geht: wo, wann, was -einschließlich Flugzeugtyp und Flugzeugnummer. Anschließend folgen in dem echten Auswertungsbericht des Cockpitvoicerecorders:

  1. die Namen der Mitglieder der Auswertungsgruppe
  2. eine kurze Zusammenfassung des Unfalls, damit man das Gehörte bzw. Gelesene überhaupt einordnen und sich die Situation an Bord des Flugzeuges vorstellen kann
  3. eine Beschreibung der Untersuchung mit Angaben über den Zustand des Voicerecorders
  4. eine Legende der verschiedenen Tonquellen


Diese Legende dient dazu, in der Abschrift die verschiedenen Tonquellen zu identifizieren. Denn an Bord eines Airliners gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, woher eine Stimme kommen kann. Die wichtigste Unterscheidung besteht zwischen

  1. dem, was an Bord es Flugzeuges gesprochen wird

    und dem
  2. Funkverkehr mit dem Boden oder anderen Flugzeugen.

Im Flugzeug wiederum muß man unterschieden zwischen dem, was

  1. in die Headset-Mikrophone der Piloten gesprochen wird und dem, was
  2. das Umgebungsmikrophon des Cockpits auffängt
  3. an die Passagiere gerichtet ist
  4. die Cabin-Crew in ihre Bordtelefone spricht
  5. usw.

Jetzt verstehen Sie auch, warum man für die Auswertung eines Cockpit- voicerecorders ein ganzes Gremium mit sehr viel Erfahrung benötigt, darunter auch aktive Piloten. Alle werden namentlich in einem ordnungsgemäßen Bericht aufgeführt.

Die Kürzel aus der Legende findet man in der echten Abschrift wieder, damit man genau weiß, wer was gesagt hat bzw. durch welches Mikrophon es gesagt wurde:



Und nun schauen Sie sich nochmal die bei Spiegel Offline veröffentlichte Fälschung an:



Grotesk, wie? Nirgends wird angegeben

  1. ob es sich um Funkverkehr nach außen handelt, und wenn ja, mit wem
  2. ob es sich um eine Bordkonversation handelt, und wenn ja, zwischen welchen Gesprächspartnern

Ferner fällt auf, daß sich die Hijacker in der angeblichen Abschrift niemals mit einem Namen anreden.

Schließlich trägt das in Spiegel Offline veröffentlichte Machwerk, das nur etwa ein Drittel so lang ist wie eine echte Abschrift eines Cockpitvoicerecorders, auch keine Unterschrift des die Untersuchung leitenden Beamten.

Mit anderen Worten handelt es sich um eine absurde Fälschung, die auf keinen Urheber und kein reales Ereignis zurückzuführen ist. Weder ist eine Behörde angegeben, noch irgendein untersuchender Beamter. Die angebliche Abschrift läßt sich aufgrund des fehlenden Datums, Ortes, der fehlenden Uhrzeit und der ID der Maschine aber auch nicht auf einen bestimmten Crash zurückführen.

Nun ist natürlich die Frage: Ist mit der "Abschrift" auch die Aufzeichnung gefälscht? Höchstwahrscheinlich. Denn eine ordnungsgemäße Abschrift wäre ja soetwas wie ein Echtheitszertifikat für die Aufzeichnung: Name der Maschine, Ort, Datum usw. Dieses Echtheitszertifikat aber gibt es offensichtlich nicht.

Das heißt aber auch, daß ich mit meinen bisherigen Recherchen richtig lag. Es gab nie einen Absturz einer Boeing 757 bei Shanksville, Pennsylvania. Denn sonst müßte es eine ordnungsgemäße Cockpitvoicerecorder-Abschrift geben, in der sich zum Beispiel Ort, Datum und  Zeit des Absturzes wiederfinden. der Absturzort Shanksville/Pennsylvania wird durch diese "Abschrift" aber nicht bestätigt.

Was können wir diesem Vorgang insgesamt entnehmen? Offenbar fühlen sich die US-Behörden so in die Enge getrieben, daß sie sich nun gezwungen sehen,  nach Jahren der Beweisunterdrückung gefälschte Beweise zu präsentieren. Eine Verzweiflungstat. Es wird nur ein weiterer Nagel an ihrem Sarg sein.

Was den Spiegel und andere Medien angeht: Natürlich heißt das nicht, daß die Spiegel-Redaktion oder andere Redaktionen die "Abschrift" gefälscht haben. Nein, der Stern hatte ja auch nicht die Hitler-Tagebücher gefälscht. Es heißt aber, daß die Redakteure des ehemaligen Nachrichtenmagazins heute nicht mal mehr eine Katze von einer Kuh unterscheiden können.

 


Stöbern Sie doch mal in dieser Datenbank mit Abschriften von Cockpitvoicerecordern. Achten Sie besonders auf die pdf-Originaldokumente der Untersuchungsbehörden.

http://www.tailstrike.com/