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Wisnewski: "Lügen verletzen die Menschenwürde" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Friday, 8. December 2006

In eigener Sache
Am 10.9.06, kurz nach Fertigstellung meines neuen Buches "Verschlußsache Terror",  führte Jon Andreas Hamre folgendes Gespräch mit mir.

Jon Hamre: Sie sagen, dass gleichzeitig mit den Anschlägen verteilt über die ganzen USA Terrorübungen stattgefunden haben – mindestens fünfzehn an der Zahl – und dass diese Übungen dann quasi „gekidnappt“ wurden.

Gerhard Wisnewski: Es ist eigentlich ganz leicht zu verstehen. Man stelle sich einmal vor, ich möchte ein derartiges Attentat planen – als militärischer oder politischer Planer – und ich weiß genau, um solches ein Attentat auszuführen, brauche ich mindestens, sagen wir einmal, 5000 Leute. Wie kann ich diese 5000 Leute in Bewegung setzen, wie kann ich sie für mein Attentat nutzen? Ich kann ja nicht all diesen Personen sagen, ich mache da jetzt so ein Attentat. Es gibt dafür eigentlich nur eine Möglichkeit, und zwar muss ich allen sagen, dass ich ein Manöver plane: Wir wollen einfach mal ausprobieren, wie das ist, wenn Flugzeuge entführt werden, wenn Drohnen herumschwirren oder wenn Flugzeuge in Häuser stürzen (das war übrigens auch eine Übung am 11.9.). Und damit kann ich – ganz offiziell – meine Operation schon zu 95 Prozent durchführen. Ich brauche nur noch 5 Prozent, die ich oben drauf setzen muss; damit kann ich dieses Manöver – die Übung – hijacken und daraus ein Attentat – den Ernstfall – machen.

Jon Hamre: Wie begegnen Sie Kritik/Widerstand der etablierten Medien? Der Spiegel z.B. hat eine enorme Kampagne gegen die „Verschwörungstheoretiker“ gefahren und Bröckers als „Idioten“ und „Spinner“ bezeichnet. Wie können Sie dem begegnen?



Gerhard Wisnewski: Ich glaube, jemand der so etwas schreibt, begegnet sich schon selber. Es ist ja sehr selbstentlarvend, wenn man keine anderen Argumente hat, als jemanden zu beschimpfen. Ansonsten arbeite ich dem mit meiner Webseite entgegen, das ist derzeit eine Möglichkeit, die wir haben. Früher wäre jemand wie ich oder wie Bröckers erledigt gewesen, nach so einem Spiegel-Artikel. Derjenige hätte vielleicht noch drei Flugblätter verteilt. Heute funktioniert das dialektisch, das heißt wenn eine Verleumdungsgeschichte über mich geschrieben wird, habe ich sofort viel mehr Besucher auf meiner Webseite und dort steht dann schon die Gegenstellungnahme. Das ist meine Möglichkeit zur Gegenwehr.

Jon Hamre:  Die Medien scheinen bei diesem Thema ja wie gleichgeschaltet zu sein, aber eine Zensur von oben wird es ja kaum geben. Die Medien scheinen sich ja selbst in einer Art zu zensieren.

Gerhard Wisnewski: Man muss da schon unterscheiden. Was heißt das eigentlich, Zensur? Das, was im Grundgesetz steht, ist ein Zensurverbot, aber das betrifft ja nur den Staat; die staatliche Zensur ist verboten. Aber die ganzen Mechanismen, die in der "freien" Wirtschaft ablaufen, die Pressekonzentration, die Steuerung von Pressekonzernen etc. werden davon überhaupt nicht berührt. Daher greift das Zensurverbot hier nicht. Was ich noch zur vorherigen Frage sagen wollte, der größte Punkt in der Kritik gegen uns ist ja der, wir seien Verschwörungstheoretiker. Dazu kann ich nur sagen, die Gegenseite ist doch der größere Verschwörungstheoretiker; denn der Angriff von Osama bin Laden mit 19 Hijackern ist ja auch eine Verschwörung und jemand, der darüber theoretisiert ist ein Verschwörungstheoretiker. Und für diese Verschwörungstheorie gibt es viel weniger Beweise als für die, die ich annehme.

Jon Hamre: Wie passt bei ihrer Theorie bin Laden ins Bild, der inzwischen ständig über Videobotschaften auf sich aufmerksam macht?

Gerhard Wisnewski: Es gibt ja relativ glaubwürdige Berichte, die behaupten, dass bin Laden schon lange nicht mehr lebt. Er war auch nierenkrank, nach zuverlässigen Berichten, war auf Dialyse angewiesen, wie der also aus der Wüste heraus einen Krieg gegen die Vereinigten Staaten führen soll, ist vollkommen fragwürdig. Tatsache ist auch, dass sie ihn nicht fangen können, sie finden ihn einfach nicht. Warum nicht?

Jon Hamre: Weil sie nicht wollen?

Gerhard Wisnewski: Weil sie nicht wollen oder weil sie nicht können, die beiden Möglichkeiten gibt es. Und daher ist er für mich ein reines Phantom, ein Gespenst, das benutzt wird, um die Leute gegen den Islam aufzuhetzen. Weil er ihn – zumindest aus westlicher Sicht – ja irgendwie repräsentiert.

Jon Hamre: Stichwort Islam-Hetze: da kommt man ja fast automatisch auf Huntington, der Mitte der neunziger Jahre sein Buch „Clash of Civilizations“ herausgegeben hat, indem er „prophezeit“ hat bzw. eigentlich gefordert hat, dass man über kurz oder lang gegen die Muslime in den Kampf gehen muss. Ist er an der Sache beteiligt? Ist er einer der theoretischen Köpfe hinter 9/11?

Gerhard Wisnewski: Ich kann ihn jetzt nicht direkt beschuldigen. Aber man hat ihn zweifellos benutzt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der eigentlich kein Sieg für die USA war, sondern eine Niederlage, da sich die beiden Blöcke gebraucht haben, wurden Stimmen laut, die einen neuen Feind forderten. Da gibt es eine theoretische und philosophische Schule, die behauptet, man benötigt für einen Staat einen Feind, um den Staat zu stabilisieren. Das kann man an der Geschichte der USA auch nachvollziehen, deren Wirtschaft zu einem guten Teil  auf dem Konflikt mit der Sowjetunion beruhte. Denn mit dem Kalten Krieg konnte man die Rüstungsindustrie rechtfertigen, und diese Rechtfertigung war nun – nach dem Fall der Sowjetunion - weg. Und nun brauchte man eine Art „Vordenker“, der ein neues Feindbild kreiert. Wenn man das Buch von Huntington liest, merkt man, dass es eine Kreation wie bei Frankenstein ist, wild zusammengenähtes Zeug um einen Zombie zu kreieren. Bei näherer Analyse ist das Buch wissenschaftlich im Grunde genommen wertlos. Aber das wurde dann von anderen Strategen aufgriffen und von unserer lieben Presse ja auch ganz groß gefahren, nach dem Motto: „Schaut mal her!“, „Der Islam!“, „Krieg der Kulturen!“ usw. Und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem ich und wahrscheinlich die meisten das noch für absurd gehalten haben. Mitte der 90er dachte ich mir: „was will der? Islam? Muslime?“, das war kein Thema, die laufen friedlich herum, wir laufen hier friedlich herum und das war es. Da gab es keinen Kampf der Kulturen. Die Frage ist eigentlich: Warum hat sich so ein lausiges Buch in der Realität so bestätigt? Das liegt wohl nicht daran, dass es so gut war, sondern wahrscheinlich daran, dass jemand dafür gesorgt hat, dass diese „Prophezeiung“ eintritt.

Jon Hamre: Wer sind denn für sie die Köpfe hinter der Verschwörung? Sind das für sie die Leute aus dem „Project for a new American Century“?

Gerhard Wisnewski: Der Verdacht ist natürlich extrem stark, weil sie die Mittel und die Motive hatten, das durchzuführen. Die Motive haben sie selber schon lange vorher in ihren Strategiepapieren formuliert, da forderten sie alles, was dann nach dem 11.9. wirklich umgesetzt wurde, nämlich eine totale Aufrüstung, mehr Geld für das Militär, die Absetzung von Saddam Hussein und, und, und... Auch die Achse des Bösen hatten sie da schon formuliert. Sie haben dann noch hineingeschrieben, dass es wohl sehr lange dauern könnte, all das umzusetzen, wenn es nicht zu einem katastrophalen Ereignis wie Pearl Harbor kommen würde.

Jon Hamre: Das ist auch ein Punkt auf den ich eingehen möchte: Pearl Harbor. Es ist doch sehr merkwürdig, dass der Begriff „Pearl Harbor“ immer noch für diesen Überraschungsangriff steht, obwohl doch eigentlich offiziell vom Kongress 1999 offen zugegeben wurde, dass damals einige Personen Bescheid wussten und das offensichtlich gelogen wurde.

Gerhard Wisnewski: Die Frage ist ja eigentlich: was ist offen? Offen ist ein relativer Begriff. Dadurch dass eine Information bekannt ist, ist sie noch nicht offen. Dadurch dass etwas bekannt ist, wird es ja noch nicht zum Thema. Es ist eine beliebte Geheimdienst-Taktik, Dinge „offen“ zu legen, es gibt irgendwann einen winzigen Artikel in der Zeitung, den alle übersehen; das ist, als würden Sie in einem ganz vollen Zimmer irgendwas auf das Fensterbrett legen, das sieht kein Mensch. Aber wenn jemand darauf zu sprechen kommt, kann man immer sagen: „Was? Was wollen Sie überhaupt? Das liegt doch schon immer da offen herum. Das ist doch ein alter Hut.“

Jon Hamre: Das ist wie beim ersten Anschlag auf das World Trade Center 1993, der direkt nach dem 11.9. auch wieder von den Medien aufgegriffen wurde, mit der Behauptung, damals sei es ja auch schon bin Laden und seine al-Qaeda gewesen. Dabei ist es da eigentlich auch „bekannt“, dass da von amerikanischen Diensten direkt mitgemischt wurde.

Gerhard Wisnewski: Ich glaube, man muss da mit dem Begriff der „herrschenden Meinung“ arbeiten. Wenn etwas bekannt ist, oder wenn es offen ist, bedeutet das noch lange nicht, dass die „herrschende Meinung“ das akzeptiert hat. Ich glaube, wenn die herrschende Meinung weithin akzeptiert hätte, dass es sich bei der offiziellen Geschichte von Pearl Harbor, so wie sie erzählt wird,  um eine Fälschung gehandelt hat, hätten es die Verschwörer mit 9/11 wahnsinnig schwer gehabt. Aber dass es irgendwann mal jemand erwähnt hat, dass es in einem Buch steht, bedeutet gar nichts. Da können die trotzdem noch ihre Lügen verbreiten - ohne Ende.

Jon Hamre: So ähnlich ist das auch mit der „Operation Northwoods“, die von vielen „Verschwörungstheoretikern“ als Parallele zum 11.9. zitiert wird. Die ist in den sonstigen Medien einfach nicht existent.

Gerhard Wisnewski: Das wird als komplette Spinnerei abgetan. Aber wenn man sich das Papier mal genau durchliest, dann sieht man: das ist quasi das „Blue-Print" für diese Operation. Das hat man natürlich ein bisschen angepasst, aber man hat geschaut, was man denn so in der Schublade hat und hat eben diesen Generalstabsplan herausgezogen. Dagegen wird dann oft eingewendet, das sei doch Blödsinn, weil das Papier schließlich offen sei. Aber da kommen wir wieder zu dem vorher Gesagten: Offen ist ein relativer Begriff; in diesem Falle ist nichts offen. 

Jon Hamre: Warum glauben die Leute so etwas? Oder auch Experten, die dann immer wieder auftreten und behaupten, Flugzeuge würden sich beim Einschlag in Gebäude – hier das Pentagon – in eine Art Flüssigkeit verwandeln und dann verschwinden? Bei allen anderen Flugzeugabstürzen sind ja immer Flugzeuge zu sehen, die haben sich ja alle nicht aufgelöst.

Gerhard Wisnewski: Ein Problem, dem man hier begegnet, ist auch die Frage: „Wie funktioniert der menschliche Geist?“ Wie ist es überhaupt möglich, dass wir normal im Alltag funktionieren, dass wir Ingenieure, Konstrukteure oder Architekten sind, oder meinetwegen auch Bäcker – die haben ja auch mit rationalen Vorgängen zu tun – und dass wir abends dann so einen Käse glauben? Das ist doch merkwürdig. Das treibt mich eben auch um, wie funktioniert dieser menschliche Geist? Wie tickt der überhaupt? Wie kann der zwei sich völlig widersprechende Realitäten in einem Kopf unterbringen? Warum funktioniert da ein Teil rational und ein anderer komplett irrational? Ich glaube, das ist ein Phänomen, mit dem wir hier konfrontiert werden.

Jon Hamre: Was kann jetzt ich als „Kleinbürger“ machen, um an der Aufklärung zu helfen? Ich schreibe jetzt eine Jahresarbeit dazu, aber was kann ich noch tun?

Gerhard Wisnewski: Man kann doch am besten im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und Talente arbeiten. Keiner von uns kann jetzt nach Washington fliegen und dort alle verhaften, oder irgendwas Ähnliches. Wir können vielleicht auch nicht die Weltgeschichte ändern, zusammen vielleicht schon, aber nicht alleine. Aber ich glaube, wir bekommen unsere Ehre dadurch wieder, indem wir etwas tun. Dafür ist es nicht notwendig, dass wir siegen, aber dass wir etwas tun. So bekommen wir unser Menschsein wieder, in diesem Fall, in dem wir total betrogen werden. Und wenn dabei schließlich doch der Erfolg herausspringt, umso besser. Eine Frage die mir häufig gestellt wird, lautet: „Warum machen Sie das alles?“ Weil ich der Meinung bin, dass Lügen einen Menschen entwürdigen. In diesem Fall des 11.9. werden wir alle durch die Lüge in unserem Menschsein entwürdigt und diese Würde können wir wiederbekommen, indem wir etwas dagegen tun. Das Ergebnis muss nicht der Sieg sein.

Jon Hamre: Herr Wisnewski, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview.