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Lafontaine, Elsässer&Linkspartei: Im Visier der Anti-Deutschen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Tuesday, 19. December 2006

Politik
Die sogenannten Anti-Deutschen hetzen gegen Lafontaine, Linkspartei und den Autor Jürgen Elsässer: "nationalistisch, antisemitisch, fremdenfeindlich". Langsam wird’s langweilig.

Von Markus Bernhardt

Die Linksfraktion liegt bei Umfragen stabil um oder über zehn Prozent, die Vereinigung der ehemaligen PDS mit der Wahlalternative WASG kommt voran, Oskar Lafontaine soll im nächsten Jahr zum Vorsitzenden der fusionierten Linken gewählt werden – daß das einigen Leuten nicht paßt, liegt auf der Hand.

Der Spiegel eröffnete im Sommer das große Halali, sprach von einem bevorstehenden »Aufstand Ost« der Ex-PDS gegen Lafontaine. Kurz darauf polemisierte der Landesvorstand Sachsen-Anhalt der Linkspartei, Lafontaines Kurs öffne »das Tor zu nationalistischer, antisemitischer und fremdenfeindlicher Mobilisierung«. Parallel denunzierte das Hamburger Nachrichtenmagazin die junge Welt als Hort ehemaliger Stasi-Leute und Verschwörungstheoretiker und warnte, daß das Blatt immer mehr Einfluß auf die Linksfraktion bekäme. Die Verschwörungstheorie wurde damit »belegt«, daß die langjährige jW-Redakteurin Ulla Jelpke Bundestagsabgeordnete und jW-Mitarbeiter Jürgen Elsässer Mitarbeiter der Fraktion für den BND-Untersuchungsausschuß geworden waren.

Aus dem »Aufstand Ost« wurde nichts. Die Lafontaine-Gegner in Sachsen-Anhalt mußten darauf verzichten, die zitierte Passage von einem Landesparteitag absegnen zu lassen. Der Saarländer wurde mit riesiger Mehrheit als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt, Jelpke und Elsässer behielten ihre Positionen.

Pünktlich zum Bundesparteitag der Linkspartei Ende November eröffneten die Heckenschützen erneut das Feuer. Für ihre Schwäche spricht, daß sie dieses Mal kein großes Me­dium für ihre Attacken finden konnten, sondern auf das Szene-Organ Jungle World zurückgreifen mußten. Unter der Überschrift »Angst vor den Oskars« warnte die Wochenzeitung vor »ehemaligen SPD-Kadern …, die sich in den letzten Jahren von der Sozialdemokratie abgewandt haben und bei der PDS den Anschluß an ein nationalbolschewistisches Milieu suchen. Es klingt bizarr, aber die WASG ist heute mehr SED als die Linkspartei.PDS.« Neben Lafontaine werden namentlich der parlamentarische Geschäftsführer Ulrich Maurer, der Völkerrechtsexperte Norman Paech, der europapolitische Sprecher Diether Dehm und sein Mitarbeiter Uwe Hiksch genannt. Jungle World wirft ihnen »Querfrontlogik« vor, vor allem weil sie der antiislamischen Stimmungsmache entgegentreten und für den Dialog mit dem Iran plädieren. Lafontaine und Peach wollen noch in diesem Jahr zu Gesprächen mit Präsident Ahmadinedschad nach Teheran reisen.

Da all dies in der Linksfraktion Konsens ist, kapriziert sich der Artikel in der Folge wieder auf den bereits im Spiegel angeschwärzten jW-Mitarbeiter. »Elsässer wird zunehmend zum Stichwortgeber und Multiplikator des Lafontaine-Flügels in der Linkspartei«, wird da behauptet. Der einzige Beleg: Elsässer hat ein Interview mit Maurer gemacht.

Was Elsässer neben Artikeln für die junge Welt vorgeworfen wird, ist vor allem ein Interview für das rechtsradikale Monatsmagazin Le Choc du Mois aus Frankreich. Der Angegriffene hat dazu in einer Stellungnahme erklärt: »Die französische Ausgabe meines Buches ›Wie der Dschihad nach Europa kam‹ erschien Ende April 2006 und wurde auf der Buchmesse in Genf präsentiert. Mit dem Vorwort des langjährigen französischen Ministers und Mitterrand-Freundes J.-P. Chevènement erregte es beträchtliches Aufsehen. Ich gab in Genf in den vier Messetagen ungefähr zwei Dutzend Interviews, darunter war auch Le Choc du mois. Auf meine Nachfrage vor Gesprächsbeginn, was das denn für ein Blatt sei, wurde mir gesagt: Ein unabhängiges Monatsmagazin, erscheint zum ersten Mal im Mai 2006 (also im Folgemonat), Auflage 30 000 Exemplare. Wie konnte ich wissen, was das für ein Blatt ist? Wie konnte ich voraussehen, daß in derselben Ausgabe ein Interview mit Le Pen erscheint? Ich bin ein freischaffender Publizist, der im Ausland aufs Glatteis geführt wurde. Will man mir das vorwerfen?«

Offensichtlich ja. Man denunziert Elsässer, um Lafontaine und andere WASG-Leute zu treffen. »In der Linkspartei scheint so langsam manchem zu dämmern, was für rotbraune Genossen man sich mit den ehemaligen BRD-Sozialdemokraten da ins Boot geholt hat. Nicht nur Petra Pau findet inzwischen deutliche Worte«, resümiert Jungle World. Bleibt nur eine Frage: Wußte Frau Pau, daß sie der Jungle World als Kronzeugin dient?