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Husseins Hinrichtung: Jeder Wolf ist solchen Henkern überlegen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Friday, 29. December 2006

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Von Gerhard Wisnewski


Wie ein globales Schlachtvieh wartet der einstige irakische Diktator Saddam Hussein vor den gaffenden Augen der Welt auf seine Hinrichtung: Wird es Heute schon sein? Oder Morgen? Oder hat er noch ein paar Tage? Hechel. Die Hinrichtung von Saddam Hussein führt die "Befreiung" des Irak endgültig ad absurdum.
An seinem Fall kann man eindrucksvoll mitverfolgen, wie unmenschlich die Todesstrafe wirklich ist.

Wie man deutlich daran sehen kann, wurde der Irak eben nicht befreit, schon gar nicht von jener Barbarei, die darin besteht, einen Menschen wie eine Labormaus zu töten. Wobei die Hinrichtung eines Menschen aufgrund seiner kognitiven Fähigkeiten ungleich grausamer ist. Ein "Gnadentod", wie er einem bösartigen Tier beispielsweise zusteht, wird ihm schon gar nicht zuteil. "Gehenkt" werde Saddam Hussein, ist den Medien zu entnehmen. Der Delinquent wird abgewürgt und abgemurkst, der Haupthahn wird ihm abgedreht. Die Hinrichtung Saddam Husseins würde nur beweisen, daß der Irak nach all den Jahren der Tyrannei wieder in exakt jener Barbarei angekommen ist, von der man ihn angeblich befreien wollte.  Siegerjustiz ist ein Widerspruch in sich. Mit Justiz (also Gerechtigkeit) haben Urteile von Siegern über Besiegte nur wenig zu tun. Auch wenn die Urteile von einem Vasallenregime gefällt werden. Siegerjustiz ist und bleibt Lynchjustiz.

Die Vorsintflutlichtkeit des Erhängens  verweist auf die vorsintflutliche Gesinnung der Vollstrecker. Angeblich führt beim Erhängen zwar ein Genickbruch zum schnellen, schmerzlosen Tod. Doch das gelingt keineswegs immer. Wie das Sterben schließlich abläuft, hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem der Fallhöhe, dem Gewicht und der Anatomie des Verurteilten. In ungünstigen Fällen ringt der Delinquent bis zu fünfzehn Minuten mit dem Tod. Der zuletzt in den USA im Januar 1996 gehängte Billy Bailey verharrte elf Minuten im Todeskampf.  Kommt es nicht zum Genickbruch, droht ordninäres Ersticken. Laut Universität Zürich läßt sich dieser Vorgang in vier Phasen einteilen, ausdrücklich "unter anderem beruhend auf Beobachtungen bei Hinrichtungen":

  1. Dyspnoephase (Minute 0 bis 1.5): Atemnot infolge CO-Anstieg im Blut, Erstickungsangst, Unruhe, Bewusstseinsverlust.
  2. Krampfphase (Minute 1.5 bis 2): tonisch-klonische Krämpfe, Steigerung des Blutdruckes, Tachykardie, Kot-, Urin-, Spermaabgang.
  3. Apnoephase (Minute 2 - 4): Erweiterung Pupillen, Abschwächung des Pulses.
  4. Phase der terminalen Atembewegungen (Minute 4 - 10): Schnappatmung.

Kommentar überflüssig. Um dem Publikum und der sonstigen Nachwelt den Anblick des Gesichtes und die unschönen Geräusche zu ersparen, wird den Verurteilten zuvor häufig eine Kapuze über den Kopf gezogen.

Ein bösartiger Hund hat es da besser: er wird entweder eingeschläfert oder erschossen. Homo homini lupus est? Schön wärs. Jeder Wolf ist solchen Henkern moralisch überlegen.

http://www.todesstrafe-usa.de/methoden_erhaengen.htm

http://www.irm.unizh.ch/modules.php?name=News&file=article&sid=29