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Welt: Aufstachelung zum Angriffskrieg? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gerhard Wisnewski   
Wednesday, 15. February 2006

"Dieses Regime [im Iran] ist ein Gemisch aus populistischer Gossen-Demagogie und religiösem Fanatismus, Bilderstürmerei und dem Lechzen nach moderner Technologie - ein tödliches Elixier des Teufels. Teherans Fixierung auf die Vernichtung Israels, die Dämonisierung des Weltzionismus und die Holocaust-Leugnung sind wohl ernst gemeint, aber nur eine erste Haltestelle auf dem Weg zu einem islamistischen Weltreich."

Junge, Junge - bin ich da falsch verbunden oder etwa wirklich bei der altehrwürdigen Welt gelandet? Leider ja. Ein paar Jährchen wegen wären für den Schreiber dieser Zeilen schon drin - meint jedenfalls  arbeiterfotografie.com. Lesen Sie selbst.

Die 'Welt', ein 'genialer Netzwerker' und der Angriffskrieg gegen den Iran

Anmerkungen zu einem Artikel in der 'Welt'

Von arbeiterfotografie.com



Montage: arbeiterfotografie.com


In der Tageszeitung 'Die Welt' wird am 25.1.2006 in einem Artikel mit der Überschrift 'Verleugnete Bedrohung' das Feindbild an die Wand gemalt, das zur Zeit gebraucht wird:

"Dieses Regime [im Iran] ist ein Gemisch aus populistischer Gossen-Demagogie und religiösem Fanatismus, Bilderstürmerei und dem Lechzen nach moderner Technologie - ein tödliches Elixier des Teufels. Teherans Fixierung auf die Vernichtung Israels, die Dämonisierung des Weltzionismus und die Holocaust-Leugnung sind wohl ernst gemeint, aber nur eine erste Haltestelle auf dem Weg zu einem islamistischen Weltreich."

Und dann lesen wir weiter: "Gibt es eine Lösung ohne den Willen, bis zum äußersten zu gehen, bevor Kernwaffen von der iranischen Führung bestenfalls als Erpressungsmittel, aber sehr wahrscheinlich auch für einen militärischen Einsatz genutzt werden? Das Risiko einer militärischen Intervention könnte zwar Opfer in Größenordnungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs mit sich bringen, doch der Triumph des islamistischen Terrors würde an Gräßlichkeit alles überbieten, was uns die Weltgeschichte vermittelte [...] Präsident Chiracs unerwarteter Alarmruf, daß Frankreich, wäre seine Existenz oder die seiner Verbündeten gefährdet, auch Atomwaffen einsetzen würde, ist eine bedeutende Kurskorrektur. Falls ernst gemeint, sollte sie dem Gegner keinen Zweifel lassen, was ihn erwartet. Dann würden die Wiegenlieder verstummen."

'Die Welt' bietet ihrem Schreiber damit ein Forum für die Aufstachelung zum Angriffskrieg. Schreiber und Redaktion der Zeitung machen sich des Vergehens gegen § 80a des Strafgesetzbuchs der Bundesrepublik Deutschland schuldig, in dem es heißt:

"Wer im räumlichen Geltungsbereich dieses Gesetzes öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zum Angriffskrieg (§ 80) aufstachelt, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft."

Der Paragraph des Strafgesetzbuches basiert auf Artikel 26 des Grundgesetzes: "Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen."

'Die Welt' verstößt mit ihren Auslassungen dagegen. Sie handelt ganz offensichtlich in der verfassungswidrigen Absicht, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören. Sie stellt sich damit außerhalb des Grundgesetzes und macht sich somit strafbar.

Wer ist der Schreiber in der 'Welt'?

Es handelt sich um Lord George Weidenfeld, unter anderem Fellow des 'Centrum für angewandte Politikforschung C·A·P - Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft', dessen Direktor das Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung, Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld ist.

Desweiteren lesen wir in einem
lexikalischen Eintrag: "Weidenfeld, George, Lord (eigentlich Arthur Weidenfeld), * 13.9.1919 Wien, Verleger. Emigrierte 1938 nach Großbritannien, Mitarbeiter der BBC, 1945 Gründung des Magazins "Contact". 1948 (mit N. Nicolson) Gründung des Verlags Weidenfeld & Nicolson, heute eines der größten britischen Verlagshäuser. 1949/50 Berater des israelischen Präsidenten C. Weizmann. 1969 in den Ritterstand erhoben, seit 1976 als Lord Mitglied des britischen Oberhauses. Britischer und seit 1994 auch wieder österreichischer Staatsbürger"

Am 17.5.2003 fordert er in der 'Welt' die Aufnahme Israels in die 'Europäische Union'. Auf der website des in Rehovot/Israel ansässigen 'Weizmann Institute of Science' - mit nicht zu übersehenden Beziehungen zu Kreisen in den USA - ist 'Lord Weidenfeld of Chelsea, U.K.' aufgeführt unter 'Governors Emeriti'. Er ist Mitglied der Jerusalem Foundation, der Herbert Quandt Foundation und Aufsichtsratsmitglied verschiedener Unternehmen. Er ist ausgezeichnet mit der Ehrendoktorwürde der Ben-Gurion-Universität, dem Order of the British Empire, dem deutschen Bundesverdienstkreuz und dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. 1997 wurde er Ehrensenator der Universität Bonn. Bundeskanzler Kohl sprach die Laudatio.

Am 18.3.2003 konstituiert sich in Frankfurt am Main das von der Deutschen Bank unterstützte 'Institute for Corporate Cultural Affairs' (ICCA), das mit "Forschung und Dokumentation von Unternehmenskulturen" - so lesen wir im Munzinger-Archiv - "einen Beitrag zur Definition ethischer Ziele der Unternehmen liefern will". Sein Kerngremium bildet ein 'Weltethikrat', der 'World Corporate Ethics Council'. Mitglied ist u.a. der Autor von 'Kampf der Kulturen', Samuel Huntington. Und Lord George Weidenfeld ist Ehrenmitglied.

3sat bezeichnet Lord George Weidenfeld in der Sendereihe 'gero von boehm begegnet...' am 7.5.2002 als 'genialen Netzwerker' und zitiert in diesem Zusammenhang die 'Welt am Sonntag': "Der Verleger Lord George Weidenfeld bringt Staatsmänner zusammen, als gehörten sie zur Familie".

Weiter heißt es dann: "1948 gründete er zusammen mit Nigel Nicholson das Verlagshaus Weidenfeld & Nicholsen in London, verlegte dort unter anderem Albert Speers Memoiren und verbuchte 1955 mit Nabokovs Skandalroman 'Lolita' großen wirtschaftlichen Erfolg. 1949 wird er vom ersten Präsidenten Israels, Chaim Weizmann, für ein Jahr als politischer Berater nach Israel geholt. Im britischen Oberhaus, dem er seit 1976 angehört, wirbt er vor allem für die Politik Israels. 1985 erweitert er seine Verlagstätigkeiten in die USA. Doch Lord Weidenfeld ist mehr als ein Verleger. Er ist ein großzügiger Kulturmäzen und genialer Netzwerker. Berühmt sind seine regelmäßigen 'George Dinners', zu denen er in seiner Londoner Wohnung am Themse-Ufer mehrmals im Monat Persönlichkeiten aus allen Lebensbereichen versammelt und internationale Verbindungen pflegt."

Am 11.4.2003 - in der Startphase des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA und ihrer Koalition der Willigen gegen den Irak - schreibt die 'Welt': "Lord George Weidenfeld, ständiger Kolumnist der WELT, hat im Wiener Rathaus das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien erhalten. Fritz Molden würdigte den aus Wien stammenden Londoner Verleger nicht nur als 'Repräsentanten jener jüdischen Welt, die unzählige geistige Werte geschaffen hat', sondern auch als Brückenbauer. Lord Weidenfeld sprach von einem 'wichtigen Tag' in seinem Leben - vor allem deshalb, weil an ihm ein 'übles Regime, das irakische Regime' zu Ende gehe."

Hiroshima-Countdown: Der Krieg gegen den Iran hat bereits begonnen

"Das Drehbuch der damaligen Kriegsinszenierung [im Falle Irak] war perfekt. Und wenn wir aus dieser nicht gelernt haben, so doch sicher die Kriegsregisseure. Und die Medien werden auch diesmal ihre Bestes tun", schreibt
Georg Meggle, Professor für Philosophie an der Universität Leipzig.

Was wir in der 'Welt' lesen, ist Bestandteil der Startphase des Krieges gegen den Iran. Georg Meggle formuliert es so: "Der Countdown für den Krieg läuft. Nun ist ein Kriegs-Countdown schon selbst Teil des Krieges, vielleicht sogar dessen wichtigster. Also: Der Irankrieg hat schon begonnen. Alle weiteren Countdown-Elemente sind bereits Teil der psychologischen Kriegsführung... Das wichtigste Kriegsziel in dieser ersten Phase ist die Maximierung der Akzeptanz des Krieges bei der eigenen Bevölkerung..."

Michel Chossudovsky, Professor für Ökonomie an der Universität Ottawa und Direktor des Center for Research on Globalization, führt uns die Situation, in der wir uns befinden, wie folgt vor Augen. Er warnt: "Die Konsequenzen sind erschütternd. Die sogenannte internationale Gemeinschaft hat die Möglichkeit eines nuklearen Holocaust akzeptiert. Diejenigen, die entscheiden, sind von ihrer eigenen Kriegspropaganda geblendet. Zu Luftangriffen mit taktischen Kernwaffen gibt es einen politischen Konsens in Westeuropa und Nordamerika, ohne die verheerenden Folgen in Betracht zu ziehen. Dieses profitorientierte militärische Abenteuer bedroht letztlich die Zukunft der Menschheit."


(Vielen Dank an Ralph Kutza, dessen Recherchen eine wesentliche Basis für diesen Artikel bilden)